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ROTFEUERFISCHE IN KARIBISCHEN GEWÄSSERN – SAVE THE REEFS – SAVE THE EARTH

auch Lionfish genannt – gehört nicht in die karibischen Gewässer. Er ist hier in der Karibik und speziell in den Riffen unserer Insel Curacao zu einer Plage geworden. Wie das alles kam und wie wir hier versuchen, diesen Fisch unter Kontrolle zu bekommen, wollen wir nachfolgend in unseren eigenen Worten erklären, – genauso wie wir es seit ein paar Jahren hier direkt erleben.

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Vor ca. 4 Jahren sahen wir hier zum ersten Mal beim Tauchen einen Rotfeuerfisch. Das fanden wir damals sehr merkwürdig und wussten noch nicht, was da auf uns zukommt. Es wurden immer mehr und wir hörten aus der Presse und aus einigen Insiderberichten, dass dieser Fisch nicht hierhergehört aber durch einen Zufall oder Fehler in die Gewäser von Florida gelangte. Ausgesetzt wurden sie möglicherweise durch den Hurrikan Andrew, der damals viele Häuser und damit auch private Aquarien zerstörte. Man sagt ja, dass der Rotfeuerfisch ein beliebter Fisch fürs Aquarium ist. Er verbreitete sich dann rasend schnell (Millionen von Eiern wurden von Florida aus in die Karibik geschwemmt). Wie man weiss, vermehren sich diese Fische in einem unglaublichen Tempo. Genauso wie sie täglich das Mehrfache ihres Körpergewichts fressen. Der Rotfeuerfisch hat hier nur wenig natürliche Feinde im Vergleich zu seinen Heimatgewässern (Pazifik und Ind. Ozean). Die Murände und der Barsch sind eigentlich hier die einzigen natürlich Feinde des Rotfeuerfischs. Und von diesen haben wir in der Karibik nicht genug. Das heisst, er kann rasend schnell und ohne grosse Gefahr die Brut der anderen Fische auffressen. Das ist eine grosse Gefahr für unseren Fischbestand und natürlich für die Riffe. Er ist ein Vielfrass und vermehrt sich unaufhörlich, zu allen Jahreszeiten.

Man musste sich was einfallen lassen, um diese Plage in den Griff zu bekommen. Das ist jedoch nicht einfach. Das Harpunieren ist hier auf der Insel verboten. Jedoch seit einiger Zeit ist es uns erlaubt mit einer von der Regierung vorgeschriebenen speziellen  Harpune die Fische zu bekämpfen. Wir haben uns der Gruppe angeschlossen und wollen mithelfen, unsere Riffe vor diesen Meeresbewohnern zu schützen und versuchen deshalb bei unseren Tauchgängen so viele zu erwischen wie möglich. Zum Aufbewahren und Transportieren der gefangenen Rotfeuerfische während des Tauchgangs braucht man auch einen speziellen Behälter. Den sogenannten ZOO KEEPER. Er ist an der obenren Seite mit einem Trichter versehen, so dass man die Harpune mit dem harpunierten Fisch ins Rohr schiebt, die Harpune dann wieder aus dem Rohr herauszieht – durch den Trichter bleibt der Fisch dann im Zookeeper und kann keinen Schaden mehr anrichten. Diese Technik muss man beherrschen, damit man nicht mit den giftigen Stacheln des Rotfeuerfischs in Berührung kommt.

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Der Rotfeuerfisch hat giftige Stacheln, die er bei Gefahr prächtig aufstellt. Man muss aufpassen, dass man mit diesen Stacheln nicht in Berührung kommt. Nicht alles ist giftig am Rotfeuerfisch. Hier ein Schema, worauf man sieht, welches die giftigen Stacheln sind.

 

 

<die oberen grossen langen Stacheln sind giftig

<die unteren hinteren 2 Bauchstacheln sind giftig

< und die unteren Bauchstacheln sind giftig

Wie schon erwähnt, kann es echt gefährlich sein, wenn man mit diesen Stacheln in Berührung kommt. Es tut höllisch weh und man muss sich sofort behandeln. Die verwundete Stelle in heisses Wasser halten;  gegen das Gift und den Schmerz gibt es Tabletten. Aber wie bei allem: besser Vorsicht walten lassen als lamentieren. Der Rotfeuerfisch ist kein Fisch, der angreift – er verteidigt sich eben mit dem was er hat: giftige Stacheln. Aber er versucht meist in den Korallen zu verschwinden, wenn er Gefahr spürt. Es ist also auch nicht so einfach, ihn zu fangen.

Nun die gute Nachricht: Der Rotfeuerfisch ist (von den giftigen Stacheln abgesehen) essbar. Er hat ein leckeres weisses Fleisch und filettiert, gebraten und Limon drüber, ergibt er ein exklusives Mahl.  Aus den kleineren Exemplare, die sich nicht zum Filettieren eignen, kann man eine Suppe oder Kraftbrühe kochen.

Den folgenden interessanten Kommentar haben wir grad gelesen – also wir können den Rotfeuerfisch beruhigt essen. Er ist sehr gesund:

Is eating lionfish healthy?

Yes, in fact eating lionfish is healthier than eating snapper or grouper because lionfish have higher concentration of heart healthy omega-3 fatty acids, scoring above snapper and grouper as well as tilapia, Bluefin tuna, mahi mahi, wahoo and other table-fish commonly served in restaurants. Lionfish are also very low in heavy metals like mercury and lead!

Solltet Ihr Fragen oder Kommentare haben, oder mehr wissen wollen über die Invasion der Rotfeuerfische in unseren Gewässern – bitte schreiben, wir freuen uns drauf.

Es grüssen Euch

Christa und Alex

2 Antworten
  1. Amelie
    Amelie says:

    Hallo Christa und Alex,

    ich schreibe gerade eine Facharbeit über das Thema Feuerfische uns ich würde mich freuen, euch ein paar Fragen stellen zu dürfen.

    Über eine Rückmeldung freue ich mich.
    Viele Grüße
    Amelie

    Antworten
    • Christa und Alex
      Christa und Alex says:

      Hallo Amelie, ja natuerlich nur her mit den Fragen. Wenn wir koennen, beantworten wir sie Dir gerne.
      Schoene Gruesse von der Insel
      Christa und Alex

      Antworten

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