bye bye

Bye Bye Miethai – Muss ja nicht sein oder?

 

Ich fahre beinahe täglich an diesen Plakaten vorbei und sehe jedesmal ein wunderschönes Tier mit großer Schrift BYE, BYE (MIET)HAI.

Natürlich kann man darauf jetzt sagen, jeder sieht, was er will, aber ich finde es irgendwie schade, dass nicht daran gearbeitet wird, dass der Hai sich sein Image verbessert, eher wird noch eins drauf gesetzt und er wird noch mit anderen Negativzusammenhängen befleckt.

Was genau mit dieser Aussage gemeint ist, erklären die Grünen gut auf Ihrer Website. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass die wenigsten auf die Website gehen, um sich die Erklärung durchzulesen.

Gerade Kinder, die politisch die Message überhaupt nicht verstehen, sehen nur einen großen „bösen“ Hai, und Bye Bye…..

Vielleicht sollten die GRÜNEN (die sich selbst als umweltfreundliche Partei darstellen) beim nächsten Mal einen Schritt weiterdenken.

Ich erinnere mich an das Life-Ball-Plakat wo eine Frau mit einem männlichen Geschlechtsteil gezeigt wurde: große Empörung überall!

Wenn aber in Zeiten vom Globalen Umweltschutzprojekten solche Plakate ohne große Aufregung als Wahlkampf-Inhalt (noch dazu falsch verwendet) benutzt werden, hinterfrage ich, wo die Empörung in diesem Fall bleibt. Wo ist der Artenschutz bzw. der Schutz unserer Umwelt, den die Politik eigentlich anstreben sollte. Oder liegen den Grünen die Bienen auch nicht am Herzen?


Wir haben  Dr. Walter Buchinger von Sharkproject Austria befragt, was er von dieser Plakatkampagne hält:

Dr. Walter Buchinger - Sharkproject Austria

Dr. Walter Buchinger – Sharkproject Austria

„Der ,Miethai‘ und die Grünen…

Ältere Semester werden sich noch an die Ursprünge der Grünen Partei in Österreich erinnern – die gehen auf die 70er und 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts zurück, das Engagement gegen ökologische Gefahren (Stichwort Zwentendorf) und Devastierungen (Stichwort Hainburger Au) verschaffte den involvierten Organisatoren Achtung und Wertschätzung.

Die im Grundsatzprogramm 2001 festgeschriebenen Grundwerte dieser Partei lauten: ,basisdemokratisch, gewaltfrei,/*ökologisch*/, solidarisch, feministisch, selbstbestimmt‘.  Umso mehr verwundert die jüngste Plakataktion ,BYE, BYE, MIETHAI‘, bei der in üblicher Stereotypie ein schreckenserregender Hai mit weit aufgerissenem Maul und spitzen Zähnen zu sehen ist und – wieder einmal – als Symbol für ein negativ besetztes Thema herhalten muss.

Um nicht paranoid zu erscheinen: es ist mir bewusst, dass es – auch neben der Wohnungsmisere in Wien – gerade in diesen Tagen noch eine Menge anderer Probleme gibt, die augenblicklich wichtiger erscheinen als der Haischutz.

Nur – per Großplakate das falsche, negative Image einer höchst bedrohten und eminent wichtigen Tierart zu fördern – das ist nicht mit den im Parteiprogramm vereinbarten ökologischen Grundsätzen vereinbar, das ist schlicht und einfach dumm und gedankenlos …

Möglicherweise besteht bei den Grünen ein Informationsdefizit … nachdem sich Sharkproject  in Vorträgen – die wir von Floridsdorf bis Bregenz halten –  bemüht, den Hai zu ,entkriminalisieren‘, seine Bedeutung, sein Wesen und seine Gefährdung ins rechte Licht zu rücken, habe ich gestern Frau Vassilakou per Facebook angeboten, auch gerne ins Wiener Rathaus zu kommen, denke da bestünde Bedarf…

Dr. Walter Buchinger, Präsident Sharkproject Austria“


Wir sind auf deine Meinung gespannt!

Bildschirmfoto 2015-09-02 um 09.01.20

Bild von https://wien.gruene.at

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